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Steinach unterliegt dem FV Dinglingen

SV Steinach : FV Dinglingen 1:2 (0:1)

 

Es bleibt weiter ein zähes Jahr für den SV Steinach. Spielerisch haben sich die Kinzigtäler vor allem in der zweiten Halbzeit deutlich gesteigert, am Ende waren die Gäste aus Dinglingen aber das effizientere Team und setzten sich verdient mit 2:1 durch.

 

Die Partie begann wieder einmal denkbar ungünstig für die Allgaier-Elf, die sich im Heimspiel viel vorgenommen hatte. Dinglingens Thomas Klein brachte einen Freistoß aus 20 Metern von der rechten Seite gefährlich auf das Steinacher Tor. Mario Echle war zur Stelle und parierte start, doch der Abpraller landete vor den Füßen von Erlind Hoti, der zur Führung für die Gäste abstaubte. Auch der nächste Abschluss gehörte den Gästen, als Klein erneut hart abschloss und das Tor verfehlte. Die Gastgeber bekamen in den Anfangsminuten keinen Zugriff auf die zweikampfstarken und körperlich präsenten Dinglinger. Nach 20 Minuten klappte es dann erstmals mit dem Umschaltspiel für die Allgaier-Elf. Tim Schwendemann wurde auf die Reise geschickt und hatte die beste Chance auf den Ausgleich. Es fehlte wie in den letzten Spielen das Glück beim Abschluss. Auch wenn Steinach zur Mitte der ersten Halbzeit besser ins Spiel kam, konnten die Gäste die zwingenderen Angriffe vortragen. Weiterhin ging der FVD mit mehr Vehemenz in die Zweikämpfe und konnte so immer wieder Umschaltmomente über Roman Bulgakov und Calvin Bechthold generieren. Steinach ließ in der 30. Minute eine weitere Chance über Robin Schmidt und Fabio Vögele liegen, Dinglingen drei Minuten später durch den starken Bechthold, der zuvor mehrere SVS-Spieler hinter sich gelassen hatte. Sowohl der Ausgleich als auch eine deutlich höhere Gästeführung wären zur Pause möglich gewesen. Stattdessen blieb es beim 0:1.

 

Nach dem Seitenwechsel ließen die Gäste dem SVS deutlich mehr Platz, die daraus aber noch kein Kapital schlagen konnten. Erst mal gab es Gefahr bei ruhendem Ball, als Fabio Vögele einen Freistoß von der linken Strafraumbegrenzung ans Lattenkreuz beförderte. Es fehlt momentan auch einfach mal das nötige Spielglück beim Sportverein. Man drängte weiterhin auf den Ausgleich, war aber im Abschluss weiter glücklos. Stattdessen zeigten die Gäste, wie man Chancen eiskalt nutzt. Calvin Bechthold konnte in der 58. Minute nicht entscheidend gestört werden und konnte beinahe unbedrängt zum 2:0 einschießen. Steinach blieb auch nach dem neuerlichen Rückschlag in der Vorwärtsbewegung und hatte in der 64. Minute eine weitere Chance über Robin Schmidt aus spitzem Winkel. Dann durften die Heimfans in der 66. Minute doch noch jubeln. Marius Matt setzte an der Strafraumgrenze entscheidend nach, eroberte den Ball zurück und legte auf den Sekunden zuvor eingewechselten Maximilian Faltin ab. Der beförderte das Leder mit dem ersten Ballkontakt unhaltbar ins Dinglinger Tor. Genau auf so einen Befreiungsschlag hatte man im Steinacher Lager gewartet. Die Zuschauer sahen einen couragierten Auftritt der Steinacher Mannschaft, nur eben nach vorne zu harmlos. Stattdessen war es wieder Bechthold, der in der 76. Minute die Chance zur Vorentscheidung hatte, diesmal aber knapp daneben zielte. Steinachs einziger Torschütze musste nach nur zehn Minuten verletzt raus und fehlte für die Schlussoffensive um den Punktgewinn. Es gelang den Gastgebern nicht mehr, gefährlich vor das Dinglinger Tor zu kommen. Stattdessen ließen die Gäste in Person von David Wagner (80.) und zweimal Bechthold (87. und 90.) noch drei Hochkaräter aus, freuten sich am Ende aber dennoch über einen knappen aber verdienten 2:1 Auswärtssieg.

 

Für die Allgaier-Elf geht es mit mageren 18 Punkten weiter in Richtung Tabellenkeller. Trotzdem kann der Trainer auf der kämpferischen Leistung aufbauen und muss weiterhin auf offensive Lichtblicke hoffen.

Bilder: Stefan Lauterbach