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Negativserie des SV Steinach hält auch in Elgersweier an

VfR Elgersweier : SV Steinach 1:0 (1:0)

 

Auch im fünften Spiel im Fußballjahr 2026 bleibt der SV Steinach ohne Sieg. Beim Gastspiel gegen den VfR Elgersweier am Sonntag hielt die Negativserie der Elf von Trainer Stefan Allgaier an, und die Mannschaft musste sich knapp mit 1:0 geschlagen geben. Insgesamt warten die Kinzigtäler nun bereits seit Mitte November auf einen rettenden Dreier. Obwohl der SVS über weite Strecken zumindest bis zum Torabschluss nicht die schlechtere Mannschaft war, stand man am Ende erneut mit leeren Händen da.

 

Die Gastgeber lagen vor der Partie nur drei Punkte entfernt, zeigten sich aber zuletzt in guter Form. Beide Teams starteten zunächst abwartend und waren um Spielkontrolle bemüht, was zu vielen Fehlern im Spielaufbau auf beiden Seiten führte. Die erste hochkarätige Chance gehörte in der neunten Minute den Gästen aus dem Kinzigtal. Nach einer maßgeschneiderten Flanke von Robin Schmidt über die linke Seite kam Leon Schwendemann zum Abschluss, jagte den Ball jedoch über den Querbalken. Das hätte die frühe Führung sein müssen. Zehn Minuten später war der Steinacher Schlussmann Mario Echle hellwach und klärte in der 19. Minute in höchster Not vor dem heraneilenden Elgersweierer Angreifer Andre Blendl. Während Robin Schmidt es in der 23. Minute mit einem Distanzschuss versuchte und Tim Schwendemann einen starken Vorstoß startete, aber vor dem Tor noch vom Ball getrennt wurde (28. Minute), blieben zwingende Chancen Mangelware. Yannis Vogelwiesche setzte in der 35. Minute noch einen Abschluss für die Hausherren deutlich daneben, bevor es kurz vor dem Pausenpfiff bitter für die Gäste wurde. In der 45. Minute bekam die Steinacher Defensive eine Ecke nicht konsequent geklärt. Der Ball landete direkt vor den Füßen von Tim Kempf, der ihn unhaltbar in die Maschen drosch. Dieser Gegentreffer kam für die Allgaier-Elf absolut zur Unzeit. Ein vermeintlicher Ausgleichstreffer des SVS nach einem Freistoß von der rechten Seite wurde unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff noch wegen eines Fouls am Torhüter abgepfiffen, sodass es mit einem maximal unglücklichen 0:1 Rückstand in die Kabinen ging.

 

Die zweite Halbzeit bot den Zuschauern über weite Strecken magere fußballerische Kost. Es gab zwar einige gefährliche Standardsituationen, doch zwingende Chancen aus dem Spiel heraus fehlten gänzlich. Die Gastgeber verteidigten ihren knappen Vorsprung leidenschaftlich und zogen clever das ein oder andere Offensivfoul, wenn es im Strafraum brenzlig wurde. Das Spiel war in der Schlussphase von vielen Nickligkeiten geprägt, die Nerven lagen blank. Erst in den allerletzten Minuten, als der SVS alles nach vorne warf und hinten aufmachte, kam Elgersweier noch einmal zu zwei riesigen Gelegenheiten. Andre Blendl verpasste es jedoch sowohl in der 88. als auch in der 90. Minute, die Partie vorzeitig zu entscheiden. Und so bot sich dem SV Steinach tief in der Nachspielzeit tatsächlich noch die Chance auf den Ausgleich. Ein langer Ball fand Robin Blum im Sturmzentrum, der das Leder gut verarbeitete und zum Abschluss kam - Pfosten! Diese Szene stand geradezu sinnbildlich für das fehlende Spielglück und die aktuelle Lage des SVS in dieser Rückrunde.

Im Hinspiel hatte der SV Steinach den VfR Elgersweier in einer umkämpften Partie noch mit 1:0 niedergerungen. Diesmal revanchierten sich die Gastgeber mit einem ebenso glücklichen Heimsieg.

 

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass Elgersweier aus wenigen Chancen das Maximum herausholte, während es Steinach weiterhin nicht schafft, sich zwingende Möglichkeiten zu erarbeiten und gegnerische Abwehrriegel konsequent zu durchbrechen. Zu allem Übel spielten auch die Ergebnisse auf den anderen Plätzen nicht für die Kinzigtäler, wodurch das Team allmählich den Anschluss an das rettende Ufer verliert. Dennoch hat die Mannschaft den Kampf angenommen und alles reingeworfen.

 

Nun gilt es, weiter hart zu arbeiten, die Köpfe aufzurichten und im wichtigen Derby gegen den SV Haslach am Osterwochenende offensiv endlich wieder mehr Durchschlagskraft zu entwickeln.

Bilder: Stefan Lauterbach