SV Steinach : FSV Seelbach 4:1 (1:0)
Der SVS hat im richtungsweisenden Kellerduell gegen den FSV Seelbach dank einer couragierten Leistung mit 4:1 gewonnen. Auch wenn die Kinzigtäler weiterhin fahrlässig mit ihren Chancen umgingen und zwischenzeitlich sogar den Ausgleich durch Daniel Haag hinnehmen mussten, ging der Sieg auch in der Höhe in Ordnung.
Es war klar, dass die Gastgeber diese Partie gegen den Tabellenletzten gewinnen mussten, um das rettende Ufer nicht aus den Augen zu verlieren. Auch den Gästen war von Anfang an anzusehen, dass die Partie eine der letzten Chancen war, nochmal Hoffnung zu schöpfen. Entsprechend kampfbetont ging es von Anfang an zur Sache. Ohne die verletzten Leon und Kai Schwendemann nahm der SVS den Abstiegskampf sofort an und hielt dagegen. Schon in der dritten Minute setzte sich Tim Schwendemann durch und schoss aus aussichtsreicher Lage nur knapp vorbei. Die nächste hochkarätige Chance für die Hausherren hatte Marius Matt in der 18. Minute. Tim Schwendemanns Freistoß aus halbrechter Position fand den Kopf des Steinacher Mittelfeldmannes, wurde aber vom FSV-Keeper Marten Weber spektakulär noch aus dem Winkel gefischt. Fünf Minute später dann die verdiente Führung für den SVS. Robin Schmidt zirkelte den Ball von der Strafraumkante sehenswert ins lange Eck zum 1:0. Nach einer halben Stunde musste SVS-Coach Allgaier einen herben Rückschlag hinnehmen. Abwehrchef Julian Neumaier verletzte sich in einer Offensivaktion am Knöchel und musste raus. Noah Schwendemann kam für ihn. Von den Gästen kam offensiv in der ersten Halbzeit wenig, ehe FSV-Kapitän Linus Resch in der 41. Minute erstmals per Freistoß auf das Steinacher Tor schoss. Deutlich drüber. Stattdessen legte Steinach kurz vor der Pause nach Freistoß von Fabio Vögele nochmal nach, der Treffer wurde aber nach Offensivfoul zurückgenommen. So ging es mit einer knappen 1:0 Führung in die Kabinen.
Nach Wiederanpfiff hatte Robin Schmidt in der 48. Minute die nächste gute Gelegenheit zum 2:0, schoss aber daneben. Zwei Minuten später zwang Steinachs Tim Schwendemann Marten Weber per Freistoß zur nächsten Glanzparade. Auch in den darauffolgenden beiden Eckbällen war der SVS dem nächsten Treffer nah. In der 52. Minute fing Fabio Vögele einen Abwurf von Marten Weber ab und rannte allein auf den Schlussmann zu, doch dieser machte seinen Fehler wieder wett und hielt das 1:0 weiter fest. Wieder nur eine Minute später war der Ball nach Eckball von Vögele wieder drin, wieder wurde der Treffer wegen vermeintlicher Behinderung zurückgenommen. Und so kam es, wie so häufig. Mitten in der Sturm- und Drangphase der Gastgeber landete der Ball vor den Füßen von Daniel Haag, der sich ähnlich wie die Stürmer des TuS Oppenau in der Vorwoche nicht zweimal bitten ließ und zum 1:1 einschob. Steinach musste sich erst mal von diesem Schock erholen und Seelbach witterte die Chance, mehr als nur einen Punkt aus dem Kinzigtal mitzunehmen. In der 60. Minute musste sich nun Steinachs Schlussmann Mario Echle bei einem platzierten Schuss von Robin Eble weit strecken, um zu klären. Nach dieser heiklen Phase erwachten Steinachs Offensivbemühungen schnell wieder zum Leben. Vögele hatte in der 61. Minute die nächste Chance frei vor dem Tor, lupfte aber zu hoch. Eine Minute später wurde Schmidt im Strafraum gefoult. Marius Matt verwandelte vom Punkt zur erneuten Führung für den SV Steinach. Damit war der Widerstand bei den Gästen gebrochen. Tim Schwendemann legte in der 69. Minute, in fast identischer Manier wie Schmidt beim 1:0 von der anderen Seite, zum 3:1 nach. Mario Echle musste in der 74. Minute nochmal gegen Eble und Sascha Roth parieren, ehe Fabio Vögele in der 85. Minute doch noch zu seinem Treffer kam. Vom nach Verletzung zurückgekehrten und eingewechselten Maximilian Faltin auf die Reise geschickt, umkurvte er den Torhüter und schob zum 4:1 Endstand ein.
Am Ende ein verdienter, aber keineswegs ungefährdeter Heimsieg der Allgaier-Elf. Nichtsdestotrotz waren die beiden Heimsiege eminent wichtig für das Punktekonto und Selbstvertrauen. Auch die Torflaute scheint beendet, sodass man wieder etwas optimistischer auf die letzten Spiele schauen kann.
Bilder: Stefan Lauterbach


































































