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Eigentor entscheidet Abstiegskrimi gegen Oberschopfheim

SV Steinach : SV Oberschopfheim 1:2 (1:1)

 

Dass am Ende ausgerechnet ein Eigentor über das Schicksal des SV Steinach entscheidet, passt zu einer gebrauchten Saison für die Kinzigtäler. Nach der 1:2 Heimniederlage gegen den bis dahin punktgleichen SV Oberschopfheim muss schon sehr viel zu Gunsten des SVS laufen, um dem Abstieg nach drei Jahren Bezirksligazugehörigkeit doch noch von der Schippe zu springen.

 

Die Vorzeichen waren klar, für beide Teams hatte die Begegnung Endspielcharakter und nur ein Sieg half wirklich weiter. Entsprechend forsch gingen beide Mannschaften in die Partie. Keiner der Kontrahenten wollte abwarten, beide spielten im Rahmen ihrer Möglichkeiten nach vorne. Der SVS hatte die erste gute Gelegenheit nach sechs Minuten, als sich SVO-Schlussmann Kai Schätzle noch zwischen Steinachs Robin Schmidt und den Ball werfen konnte. In der 18. Minute traf Steinachs Fabio Vögele mit dem Kopf nur den Pfosten, nachdem Tim Schwendemann einen Konter zum Flanken nutzen konnte. In der 24. Minute dann einmal mehr der Rückschlag für die Hausherren. Oberschopfheims Felix Baral setzte sich auf der rechten Seite bis zur Grundlinie durch und legte auf Eduard Jung zurück, der im Sturmzentrum lauerte und zum 1:0 für den SVO einschob. Zwei Minuten später musste Steinachs Schlussmann Mario Echle in höchster Not gegen Jung parieren, Linus Obert grätschte im letzten Moment erfolgreich gegen den nachsetzenden Baral. Der Rückstand hatte Wirkung gezeigt, die Gastgeber schwammen ein paar Minuten. Erst mit dem ersten eigenen Vorstoß nach dem Rückstand gelang nicht nur Entlastung, sondern der wichtige Ausgleich. Ein Schuss von Robin Schmidt wurde geblockt und landete an der Strafraumgrenze bei Robin Blum, der zum 1:1 netzte. Wieder ausgeglichen, begann das Anrennen beider Teams von vorne. In der 44. Minute musste Mario Echle nochmal einen Freistoß durch Julian Burg aus aussichtsreicher Lage parieren, in der Nachspielzeit prüfte Steinachs Vögele nochmal SVO-Schlussmann Schätzle. Es blieb beim 1:1 zur Pause.

 

Auch in der zweiten Hälfte blieb jeder Ball umkämpft. Abstiegskampf pur, keiner wollte den entscheidenden Fehler machen. Niemand konnte sich entscheidende Feldüberlegenheit erarbeiten, Torgelegenheiten entstanden beiderseits meist aus erfogreichen Ballstafetten aus dem Mittelfeld heraus. SVO-Kapitän Jonathan Riehle zog in der 53. Minute einfach mal aus großer Distanz ab, Mario Echle musste sich strecken. Dann wechselte SVS-Coach Stefan Allgaier nach 58 Minuten Offensivmann Claudius Kreyer ein und sorgte damit sofort für mehr Gefahr im Sechzehner der Gäste. Steinach brauchte ein weiteres Tor, das Unentschieden half niemandem. Gleich im ersten Angriff passte Kreyer in die Schnittstelle zu Robin Schmidt, der an Schätzle scheiterte. Robin Blum versuchte es aus der Distanz, auch dort war Schätzle zur Stelle und verhinderte das Nachsetzen des SVS. Auch Oberschopfheim hatte mehrfach die Gelegenheit zur erneuten Führung, die beste hatte Torschütze Jung in der 63. Minute. Symptomatisch für die gesamte Rückrunde, dass der entscheidende Gegentreffer in der 78. Minute aus der ungefährlichsten aller Chancen fiel. Eine kurz ausgeführte Ecke landete bei Steinachs Noah Schwendemann, von dem der Ball so unglücklich wie unhaltbar ins eigene Tor kullerte. Steinach warf in der Schlussviertelstunde nochmal alles nach vorne, außer einem gefährlichen Kopfball durch Kreyer in der 80. Minute konnte sich die Allgaier-Elf aber keine großen Chancen erarbeiten.

 

Am Ende durften die Gäste über einen glücklichen Sieg jubeln, während die Gastgeber mit hängenden Köpfen den Platz verließen. Nach drei Jahren Bezirksliga muss man sich wohl mit dem Gedanken auseinandersetzen, nächstes Jahr eine Etage tiefer anzugreifen.

Bilder: Stefan Lauterbach